Denic macht .de Domains platt
Aktuell hat es die DENIC wie auch immer geschafft, dass .de Domains praktisch weltweit nicht mehr auflösbar sind.
Also Finger weg von Services, nix restarten! Solange ein Service z.B. ein Webserver die Domain-Auflösungen z.B. von NameVirtualHosts noch im Cache hat, läuft es immerhin noch. Das wird bestimmt sehr lustig für uns arme Admins nach und nach alle möglichen Services mit komischen Effekten wieder zusammen zu flicken... Wer zahlt das? Ich will nen Rettungsfond! update: Die Denic hat die kaputten Nameserver wieder zusammen geflickt. Passend dazu hier ein heise-Artikel vom Januar: "DNSsec könnte de-Zone lahmlegen". Test war erfolgreich, lahmlegen klappt... update: Auf denic gibt es jetzt auch eine offizielle Erklärung zum Ausfall...
Autor: Jens Giessmann
in Allerlei, Apache, Webdev
am
Mittwoch, 12. Mai 2010
um
14:40
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Domain- und Pfad-Abhängigkeiten vermeiden
Manchmal frage ich mich schon, warum manche Webentwickler es sich (und anderen) so schwer machen...
Wenn man eine Webapplikation erstellt, dann macht man das ja (hoffentlich!) auf einer Testplattform, also meist unter einer Test-Subdomain. Wenn auf der Testplattform dann alles funktioniert, fertig und getestet ist, geht der ganze Kram unter der richtigen Domain live. Alles ganz einfach, sollte man denken... ABER: Immer wieder wird an diversen (meist völlig unnötigen!) Stellen die Domain unter der die Applikation gerade läuft, hart rein kodiert, was dazu führt, daß man an genau diesen Stellen noch mal hinfassen muss damit die tolle Applikation auch unter einer anderen Domain läuft. Meist muss es dann aber irgendwann ganz schnell gehen, der Mensch der sich damit auskennt ist krank, hat Urlaub oder ist vom Bus überfahren worden, was dazu führt, dass es beim Switch auf eine andere Domain kracht, weil eben "irgendwo" noch die Test-Domain drin steht. Beliebte Stellen für so was sind: - include Pfade - <base> Tags in HTML-Headern - Configs für dynamisch erzeugte URLs Hatte hier eben wieder mal ein schönes Beispiel dafür wie man es nicht machen sollte. Kunde hat sich von einer Webagentur seine Seiten neu machen lassen. Es gibt 4 Domains die auf die Seiten zeigen sollen, .de als Hauptdomain, .com für die englischen Inhalte und 2 weitere Domains mit Varianten der Schreibweise. Für die Entwicklung der neuen Seiten haben wir einen weiteren virt. Server unter einer dev. Subdomain eingerichtet. Wenn die neuen Seiten fertig sind, soll nur noch der DNS umgestellt werden, die Apache-Config im dev. virt. Server war schon für die 4 "richtigen" www. Domains vorbereitet. Jetzt sind die neuen Seiten fertig und es soll umgestellt werden. Weil heute ein "SuperWichtigEvent" ist, bei dem die neuen Seiten vorgestellt werden sollen, muss es natürlich wieder mal ganz schnell gehen. Kein Problem denkt man sich, DNS umstellen und gut ist... Falsch, gar nix ist gut. Da die App bisher nur unter der dev. Subdomain funktioniert, bekommt man unter allen 4 Domains nur das (eh schon fragwürdige) FlashIntro zu sehen. Dann ist Schluss, kein "skip" oder "weiter" Link, einfach nichts. Also kurzerhand für die 4 www. Domains Redirects auf die dev. Subdomain eingerichtet. Ist zwar nicht schön, funktioniert aber erst mal, wir erinnern uns: Heute ist der "SuperWichtigEvent", es muss also auf jeden Fall "irgendwie" laufen. Mail an die Webagentur, sie mögen das doch bitte fixen und uns dann Bescheid geben, wann und wie wir welche Domain auf die Seiten zeigen lassen sollen (ServerAlias, Redirect,...) Prompte Antwort: "Jetzt tut es, wir mussten nur noch $wasauchimmer umstellen. Bitte Redirects rausnehmen und alle 4 Domains als Alias einrichten. Die App entscheidet dann intern was für welche Domain angezeigt wird" Kein Problem, also wieder umgestellt. Ergebnis: Die .de Hauptdomain funktioniert jetzt immerhin, bei der .com gibt es immer noch nur das FlashIntro, das jetzt aber schon mal mit "weiter" Link. Wenn man auf den klickt wird aber nur noch mal das Intro abgespielt. Bei den beiden anderen Domains bekommt man jetzt nur noch eine Fehlerseite angezeigt, die einem sagt, dass die App mit den Domains mal so gar nix anfangen kann... Mail an die Agentur da sei wohl immer noch was nicht ganz korrekt... Wieder die schnelle Antwort: " Jetzt aber, wir mussten noch....." Nunja, ich weiss ja nicht was die getestet haben, bei mir funktioniert es immer noch nicht unter allen 4 Domains, aber wer bin ich schon. Und solange man mir nicht sagt was genau gewünscht ist, kann ich auch nicht mehr weiter helfen... Liebe Webentwickler: Das muss nicht sein! Es gibt ENV-Vars in denen aktuelle Pfade, ServerName, usw. stehen. Diese muss man aber eben auch (sinnvoll) verwenden damit die tolle Webapplikation auf verschiedenen Systemen unter verschiedenen Domains läuft OHNE dass man irgendwo hinfassen muss. Wenn man Redirects haben will, dann kann man die ganz einfach in der Websever-Config einrichten, daß muss man nicht mit wilden if/else Konstrukten hart kodiert in der App machen. Für verschiedene Sprachen bieten sich z.B. Prefixe in der URL an (/de/, /en/,...). Auf die kann man dann ganz einfache Redirects einrichten. Und wenn die App anhand der Domain verschiedene Inhalte anzeigen soll, sollte man zumindest immer einen Fallback drin haben, damit wenigstens "irgendwas" angezeigt wird. Den Grundsatz "Abhängigkeiten vermeiden" sollte man eben immer, nicht nur bei super-cooler OOP (Stichwort Dependency Injection) im Kopf haben...
Autor: Jens Giessmann
in Webdev
am
Mittwoch, 17. Februar 2010
um
10:33
Kommentare (0) | Trackbacks (0) www.handcode.de, eine der wichtigsten Seiten im deutschen Markt
... behauptet zumindest die Osnabrücker Websuche Search Technology GmbH. Und die müssen es ja wissen, zählen sie doch (laut eigener Aussage) 'zu den führenden Entwicklern und Betreibern regionaler und produktspezifischer Suchlösungen im Internet' und sind jetzt auch noch 'Vergabestelle' für co.de Domains!
WTF? Heute bekam ich wie viele andere .de Domain-Inhaber auch (unaufgefordert) Post von dem Laden. (mehr dazu auch auf heise.de) Betreff: "Rechtliche Klärung wegen handcode.co.de" In dem Schreiben wird mir mitgeteilt, dass ich jetzt innerhalb der Sunrise-Phase "zur Vermeidung juristischer Probleme" berechtigt sei die (Sub)Domain handcode.co.de für schlappe 99.- EUR im Jahr (!) zu bestellen um meine "Präsenz im Internet noch weiter auszubauen". Bei der Bestellung der Domain würde dann erst mal eine Weiterleitung auf meine bestehende Seite eingerichtet. Melden solle ich mich auch, wenn ich die Domain nicht haben will, aber die alleinigen Markenrechte an "handcode" besitzen würde. Dann könne ich die Domain handcode.co.de komplett sperren lassen. Sollte ich gar nicht auf den Brief antworten, könne mir die Domain in der "Landrushphase" von Dritten weggeschnappt werden. Da stehen die Dritten bestimmt schon Schlange! Immerhin geht es bei www.handcode.de um eine der wichtigsten Seiten im deutschen Markt. So steht es zumindest in dem Brief, dann wird das schon stimmen... Wie dreist ist das denn! Ach ja, falls doch noch jemand glaubt an der ganzen co.de ist mitnichten vergleichbar mit co.uk sondern lediglich eine zwar kurze, aber dennoch stinknormale .de Domain. Und jede *.co.de Subdomain ist eben genau das, eine popelige Subdomain und nichts mehr. Das Ganze ist nur eine dreiste Fortführung des von Anfang an völlig absurden Kurz-de-Domain-Wahns. Achja, das wahre Geschäftsmodell der Firma Websuche Search Technology GmbH zeigt sich doch allein schon bei einem kurzen Test der supertollen Suchmaschine: Egal nach was man sucht, man bekommt als Ergebnis immer nur völlig sinnfreien Werbemüll.
Autor: Jens Giessmann
in Allerlei
am
Montag, 14. Dezember 2009
um
20:25
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Kommentarbenachrichtigung in s9y deaktiviert
Um $WEM_AUCH_IMMER den Abmahnspaß zu verderben, habe auch ich die Funktion "Bei Aktualisierung dieser Kommentare benachrichtigen" im Blog deaktiviert.
Netterweise hat Kris in seinem Artikel dazu gleich noch die passenden SQL-Statements zum Löschen bestehender Subscriptions gepostet. Die paar, die es gab, sind jetzt auch weg, also nicht wundern ;-) Ich werde das erst mal deaktiviert lassen, auch wenn Garvin in den 1.4 snapshots von s9y schon ein opt-in dafür eingebaut hat.
Autor: Jens Giessmann
in Allerlei
am
Dienstag, 21. Oktober 2008
um
09:10
Kommentare (0) | Trackbacks (0) Leitfaden zur Impressumspflicht
Das Bundesministerium für Justiz hat einen neuen Leitfaden zur Impressumspflicht veröffentlicht.
Prima denkt man sich da, endlich mal eine sichere Grundlage was denn jetzt wirklich für wen notwendig ist. Beim Durchlesen musste ich dann aber leider feststellen, das scheinbar selbst unsere Justizministerin, bzw. ihre Angestellten nur einen ungefähren Plan haben wie das denn jetzt genau ist. Geht schon auf der ersten Seite los: Der Leitfaden soll Ihnen dabei als Orientierungshilfe dienen, rechtsverbindlich ist er nicht. Im Folgenden wird dann an verschiedenen Stellen noch darauf hingeweisen, das einige Fragen zum Thema... von den Gerichten noch nicht abschließend geklärt...sind. Auch sehr schön finde ich den Teil: Zwischen den Gerichten ist strittig, ob - eine telefonische Erreichbarkeit zwingend erforderlich ist oder ob ein Anrufbeantworter ausreicht. Was genau soll ich als privater Website-Betreiber denn jetzt machen um sicher zu gehen? Selbst wenn ich meine Handy-Nummer angeben würde, unter welcher ich ja meistens erreichbar wäre, darf ich dann wohl nicht mehr in's Kino gehen, denn da bekommt man ja schon mal (berechtigterweise!) Ärger wenn das Handy klingelt. Und das Argument dass ich ja rangehen muss, weil ich eine kleine Website habe und Frau Zypris, bzw. die Richter sich nicht sicher sind, ob da ein "Anrufbeantworter ausreicht" wird die anderen Kino-Besucher wohl eher nicht davon abhalten mich zumindest zu hassen... Mit welchem Selbstverständis gehen solche Leute eigentlich morgens zur Arbeit. Wenn man selber für die Gesetze verantwortlich ist und gleichzeitig Artikel schreiben muss in denen steht, dass diese Gesetze Käse sind, weil niemand, inclusive denen die sie ja wohl geschrieben haben, versteht wie genau diese denn jetzt anzuwenden sind muss man sich doch fragen, ob man nicht besser einfach zu Hause im Bett bleiben sollte.
Autor: Jens Giessmann
in Allerlei
am
Mittwoch, 8. Oktober 2008
um
16:09
Kommentar (1) | Trackbacks (0)
(Seite 1 von 2, insgesamt 7 Einträge)
» nächste Seite
|
blog powered by Serendipity

